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Caribou Lodge Alaska

„off the grid“

Ein absolutes Highlight unserer 2023 Reise war das Wochenende in der Caribou Lodge Alaska. Der Aufenthalt selbst, die Gastgeber Zac und Joe mit Ihren Familien, das gute Essen, die vielen liebevollen Details und die schönen Wanderungen und Tierbegegnungen sind auch heute noch regelmäßig Gesprächsthema.



  • Trip Type

    Places
  • Duration

    2-? Nights

  • Location

    Caribou Lodge Alaska

Die Lodge liegt in einer atemberaubenden Umgebung, völlig abseits des Straßennetzes in den Talkeetna Mountains, nur 20 Flugmeilen außerhalb des Denali-Nationalparks.


Die Anreise erfolgt per Wasserflugzeug ab Talkeetna. Früh im Jahr, wenn der See noch zugefroren ist, per Helikopter.

2 Brüder – Joe und Zac - leben hier mit Ihren Familien „off the grid“ – abseits der Zivilisation und bieten 3 Gästecabins an. So lassen sie uns einen kleinen Einblick in das Leben in einer solchen Lodge bekommen und haben viele lustige und spannende Geschichten zu erzählen. Wie sie von den Lower 48s hier gelandet sind, über das Leben abseits des Strassennetzes und seine Herausforderungen, Tierbegegnungen und vieles mehr.


Gelegen ist die Lodge direkt an der Baumgrenze, wo der boreale Wald in die alpine Tundra übergeht. Da die Lodge auf dem einzigen Privatgrundstück im Umkreis von mehreren Kilometern steht, haben wir dieses wunderschöne Stück Paradies ganz für uns allein. 

Das Anwesen wurde ursprünglich als ein altes Jagdlager in den späten 1950er Jahren entwickelt. Zac und Joe haben zusammen mit Ihren Familien viel Arbeit und Liebe in das Anwesen gesteckt und wir waren wirklich sehr beeindruckt, wie schön, gepflegt und mit wieviel Liebe zum Detail alles gestaltet ist.


Die Cabins sind super gemütlich eingerichtet mit allem was man braucht, Besonderheit – die Cabins haben kein Bad oder WC. Es gibt ein gemeinsam genutztes Duschhaus und „Outhouses“ – Plumpsklos – so wie man sie aus Filmen kennt.

Das war das Einzige, was uns ein bisschen nervös gemacht hat – aber auch hier war alles super gepflegt und sauber und auch nachts, im Schlafanzug - aber mit Wanderschuhen und mit Taschenlampe bewaffnet - ging alles gut :-) Wir hatten Vollmond, so war die Gegend gut beleuchtet – aber den Umweg zum kleinen Teich um zu schauen, ob vielleicht ein Elch da ist hab ich mich dann doch nicht getraut.


Die Mahlzeiten nimmt man im Haupthaus am grossen Esstisch gemeinsam ein. Und wir können euch sagen – das Essen war erste Liga und reichlich – Kochen können sie also auch noch.

Sobald sie raushatten, was man mag oder nicht so mag, haben sie sich das sofort gemerkt.

Nachdem wir z.B. am ersten Abend nicht "nein" sagen konnten zum Dessert, gab es am zweiten Abend gleich auch nochmal eins – mit viel Aufregung und Gelächter zubereitet.


Und ansonsten? Geht man Wandern, Tiere beobachten oder Kanufahren auf dem See.

Am ersten Nachmittag haben wir eine kurze Wanderung unternommen und auch gleich schon Sandhill Cranes (Kanadakraniche) und den ersten Schwarzbären gesehen.

Eine andere Variante der Bärenbeobachtung – aus grosser Distanz, es schien als ob der Bär uns nicht mitbekommen hatte – der Wind stand vermutlich gut, und es machte Riesenspass den unbekümmert daher laufenden Bären zu beobachten.


Die Jungs kennen sich auch sehr gut in Botanik und in Vogelkunde aus und so lernt man gleichzeitig noch viel über die hier vorkommenden Pflanzen, Beeren, und Vögel.

Nach einem reichhaltigen Frühstück – mit selbstgemachtem Granola (eine Art Müsli) , Eiern, Obst, Toast, selbstgemachter Marmelade und und und ... haben wir am nächsten Tag unseren Lunch eingepackt und sind zu einer längeren Wanderung aufgebrochen.

Ganz entsprechend dem Namen haben wir unterwegs ein rasendes Caribou in wildem Galopp gesehen.


Während dem Mittagessen – immer auf der Ausschau nach Wildtieren – hat uns ein Longtailed Jaeger – auf deutsch eine Falkenraubmöwe, Gesellschaft geleistet.

Zac war beeindruckt von unserer Ausdauer beim Wandern und so haben wir wohl gleich mehrere Wanderungen, die sie sonst jeweils an einem Tag machen, alle an einem Tag zusammen gemacht. Kreuz und Quer geht es für uns auf Wegen, die vor vielen Jahren von grossen Karibuherden angelegt wurden oder, falls es keine Pfade gibt einfach direkt über die Tundra. 

Die Lodge ist von feuchter alpiner Tundra umgeben, was bedeutet, dass es wenig bis keinen Permafrost gibt. Der Boden taut in den Frühlings- und Sommermonaten auf und bietet ein Zuhause für alle Arten von Blumen, Flechten, Moosen und Beerensträuchern. So entsteht ein wunderschöner Flickenteppich aus Vegetation, der die Tundra bedeckt.

Was für ein Gefühl, so abseits von allem durch diese wunderschöne Landschaft zu laufen.


Kleines Highlight am Rande für uns – und kenner wissen warum – Alyssa hatte von Zac den gleichen Lego Blumenstrauss wie Bine bekommen – mit der Begründung, dass sie so das ganze Jahr über schöne Blumen habe!