Zum Hauptinhalt springen

Bärenbeobachtung

Alaska beherbergt eine große Population von Grizzlybären, die Schätzungen zufolge zwischen 30.000 und 35.000 Tieren liegt. Sie sind eines der bekanntesten Tiere des Staates und ziehen jedes Jahr viele Besucher an, die diese faszinierenden Tiere in freier Wildbahn sehen wollen.

Die Chancen stehen also gar nicht mal so schlecht, dass man während eines Roadtrips oder einer Wanderung zufällig Bären begegnet.
Eine gebuchte Bärenbeobachtungstour oder ein Aufenthalt in einer Lodge speziell zum Bären beobachten bietet aber natürlich ein ganz anderes Erlebnis.

Entgegen der landläufigen Meinung werden die Braunbären und Grizzlys in Alaska heute als eine Art betrachtet. In anderen Teilen der Welt werden Grizzlys als solche betrachtet, die 100 Meilen oder mehr im Landesinneren leben. Daher werden Braunbären oft als "Küstenbären" betrachtet und sind aufgrund ihrer fischreichen Ernährung im Allgemeinen größer als Grizzlys. Die Kodiak-Braunbären werden jedoch als eine andere Unterart betrachtet, die geografisch isoliert auf der Insel Kodiak im Golf von Alaska lebt.

Ausgewachsene männliche Bären in Katmai können bis zu 900 Pfund wiegen. Die Paarung findet von Mai bis Mitte Juli statt, und die Jungen werden Mitte des Winters in ihren jeweiligen Höhlen geboren. Es können bis zu vier Junge auf einmal geboren werden, die jeweils nur ein Pfund wiegen. Die Jungen bleiben in der Regel zwei Jahre lang bei ihrer Mutter, die sich in dieser Zeit nicht fortpflanzt. Der Abstand zwischen den Würfen beträgt in der Regel mindestens drei Jahre. Braunbären graben jedes Jahr eine neue Höhle, die sie im November betreten und im April wieder verlassen. Ob ihr es glaubt oder nicht, etwa die Hälfte ihres Lebens verbringen sie in ihren Höhlen!

Die Bären in Alaska ernähren sich in den Sommermonaten hauptsächlich von Lachs sowie von Beeren, Wurzeln und kleinen Säugetieren. Es ist auch bekannt, dass sie sich zu bestimmten Zeiten des Jahres von größeren Tieren wie Elchen und Karibus ernähren. Es ist wichtig zu wissen, dass Grizzlybären wilde Tiere sind und gefährlich werden können, wenn sie sich bedroht fühlen oder sich an menschliche Nahrung gewöhnt haben. Aus diesem Grund wird Besuchern empfohlen, bei Besuchen im Bärengebiet angemessene Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, wie das Mitführen von Bärenspray und das Erzeugen von Lärm, um die Bären auf ihre Anwesenheit aufmerksam zu machen. Auch die Grizzlybären in Alaska sind durch den Verlust ihres Lebensraums und die Jagd bedroht. Es gibt Bemühungen, die Population zu schützen und ihren Lebensraum zu erhalten, aber es ist wichtig, respektvoll zu sein und die Bären in freier Wildbahn nicht zu stören.

Egal wie man Bären beobachten möchte – wichtig ist, dass man vorbereitet ist. Informiert euch vorab über das richtige Verhalten im Land der Bären, erkundigt euch in den Visitor Centern nach aktueller Bärenaktivität, macht auf Wanderungen Lärm, damit ihr keine Bären überrascht und habt ein Bärenspray dabei.

Inzwischen haben wir ein «Bärenglöcklein» welches bei Wanderungen an den Rucksack gehängt wird, und auch immer ein Bärenspray dabei, aber oft genug schon sind wir auch lauthals singend durch die Gegend gelaufen, wenn uns das Gelände zu unübersichtlich wurde. Bei dieser Gelegenheit werden immer die alten Wanderlieder wieder ausgegraben. Ist das nicht peinlich? Die Erfahrung zeigt, dass auch andere Wanderer gerne laut singend oder pfeifend durch die Gegend laufen – und jeder weiss warum. Also nein – oder lieber peinlich als hinter der nächsten Kurve einen Bären zu überraschen.

Lest hier mehr über unsere verschiedenen Bearviewing Touren bisher: